Stadt

Pirna wird smarter – Stadt beschließt Smart-City-Konzeption

Die Stadt Pirna hat sich auf den Weg ins digitale Zeitalter gemacht.

Obwohl bereits jetzt schon viele Möglichkeiten für den Bürger bestehen, Verwaltungsdinge auf dem bequemen Online-Weg zu lösen, hat die Verwaltung gemeinsam mit dem Projektpartner adelphi nach einer eingehenden Analyse der bereits vorhandenen Angebote alle weiteren Bereiche der Verwaltung unter die Lupe genommen. Im Ergebnis ist ein Fahrplan entstanden, der nun schrittweise umgesetzt werden soll, um noch weitere digitale Lösungsangebote für die Pirnaer zur Verfügung zu stellen.


Smarte Verwaltungsangebote für den Bürger

Die Konzepterarbeitung startete bereits im November 2019 mit einem Verwaltungsworkshop, der dann im Januar 2020 mit einer Bürgerumfrage ergänzt wurde. Seither wurden alle Bereiche der Verwaltung mit den angegliederten Tochterunternehmen untersucht, um Optimierungspotentiale herauszufinden. Heraus kam ein Fahrplan, mit dem im wesentlichen zwei Aufgaben abgearbeitet werden sollen: Zum einen soll die Attraktivität eines modernen Bürgerservices weiterentwickelt werden und zum anderen sollen interne Prozesse noch besser optimiert werden. Weitere Service-Leistungen richten sich künftig deutlich mehr auf den digitalen Wandel aus und schaffen somit für den Bürger noch mehr Service und noch mehr Schnelligkeit.

So kann der Bürger derzeit bereits über ein Online-Terminvergabe-Tool seinen gewünschten Termin buchen und dann ganz ohne Wartezeit sein Anliegen klären. Einige Anliegen sollen künftig auch gänzlich ohne persönliches Erscheinen im Rathaus erledigt werden können: So wird die Verwaltung ein System entwickeln, wo digitale Anträge gestellt oder Urkunden bestellt werden können, bei denen dann auch die Bezahlung online erfolgt. Auch die Social-Media-Kanäle des Gesamtkonzerns Stadt Pirna sollen noch besser miteinander vernetzt werden. Das bereits vorhandene Geoportal soll mit all seinen Daten weiter verbessert werden, damit dem interessierten Pirnaer weitere Daten über seine Stadt zur Verfügung stehen. Eine Online-Anhörung für ein eventuelles Knöllchen ist derzeit in der Integrationsphase.
 

Interessante historische Projekte 

Im Bereich Tourismus und Stadtmarketing sollen Akteure und Angebote noch besser vernetzt werden. Auch die Mobilität wurde im Rahmen der Analyse unter die Lupe genommen. Hier geht man künftig noch stärker den Weg, die nachhaltigen Bereiche weiter zu stärken und zum Beispiel die Erreichbarkeit von Zielen innerhalb des Stadtgebietes zu erhöhen. Erste Ideen wurden dabei für ein digitales Stadtgedächtnis entwickelt, die auf einer Geodatenbank basiert sind und an der viele Beteiligte mitarbeiten können.


Mobile und flexible Verkehrslösungen

Bei der Analyse kam heraus, dass Pirna mit seinen Angeboten, wie Car-Sharing oder Elektro-Ladesäulen auf einem guten Weg ist, aber auch hier noch Steigerungspotentiale sieht. So sollen in den kommenden Jahren vor allem smarte Lösungen, wie dynamische Parkleitsysteme oder Fahrplananzeigen, wie auch die gesamte Attraktivierung des Radverkehrs untersucht werden.


Bürgerbeteiligung weiter im Fokus 

Eine weitere Aufgabe aus der Konzeption ist, die Bürger weiter an öffentlichen Entscheidungsfindungen zu beteiligen. Gerade in der jüngeren Vergangenheit haben hier bereits neue Streaming-Formate, wie die digitale Haushaltsdiskussion stattgefunden. In der weiteren Entwicklung plant die Stadt derzeit eine MängelmelderAPP ins Leben zu rufen.


Smarte Lösungen im Klimaschutz  

Auch den Bereich Energie und Umwelt beleuchtete das Konzept. Hier geht es künftig noch mehr um Effizienzsteigerung, Energiespeicher und erneuerbare Energiegewinnung. Darüber hinaus soll bei allen Weiterentwicklungen der Klimawandel fest im Blick behalten werden. Hier stehen in Zukunft die Weiterentwicklung einer digital remote Heizungssteuerung in kommunalen Gebäuden oder eine intelligente Steuerung der Straßenbeleuchtung auf dem Plan.

Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke zeigte sich über den Stand dieses Projektes zufrieden: „Die intensive Untersuchung aller Beteiligten hat gezeigt, wie weit wir schon sind und wie viel Potential noch in den einzelnen Abläufen steckt. Unser Ziel ist es nun, die einzelnen Projekte so schnell anzugehen, wie uns die Mittel zur Verfügung stehen. Denn jedes einzelne Projekt sorgt für bessere Abläufe, senkt dadurch Kosten und bietet obendrein dem Bürger noch schnellere Bearbeitung seiner Anliegen.“

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