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Zeit gezeichnet – Eine Ausstellung mit Eulenspiegeleien von Peter Dittrich

Das StadtMuseum Pirna widmet ab Samstag, den 12. Juni 2021 dem Karikaturisten und Zeichner Peter Dittrich zum 90. Geburtstag eine Ausstellung, in der ein Querschnitt seines umfangreichen Schaffens gezeigt wird.

Einen ersten Einblick in die Ausstellung gibt Kuratorin Elisabeth Bartel vom Märkischen Museum in Berlin mit einer Online-Führung, die ab dem Eröffnungstag unter www.pirna.de/stadtmuseum verfügbar ist.

Im Vorfeld möchte die KTP allen Pressevertretern die Möglichkeit geben, sich bei einem individuellen Termin ein Bild von der Ausstellung zu machen und der Kuratorin bei letzten Handgriffen über die Schulter zu schauen. Dafür steht Frau Bartel am Donnerstag, 10. Juni persönlich zur Verfügung. Es wird um Terminabsprache gebeten unter 03501 / 556 461.

Peter Dittrich (1931 - 2009) war Mitbegründer der ab 1. Mai 1954 wöchentlich erschienenen Satirezeitschrift „Eulenspiegel“ und zählte zu den produktivsten und vielseitigsten Grafikern seines Metiers. Seine über vierzigjährige Tätigkeit war einerseits geprägt von der politischen Karikatur in Zeiten des Kalten Krieges, weltweiter Umweltzerstörung und der Kritik am Kapitalismus. Andererseits hielt er geradezu dokumentarisch dem DDR-Alltag, mit seiner Nischenkultur, Mangelwirtschaft und den Tücken des täglichen Lebens den Spiegel vor. Er thematisierte detailversessen den oft fragwürdigen Umgang mit Geschichte und Baudenkmalen, prangerte den modernen Städtebau, die missratene Kunst am Bau, die kitschige Konsumgüterproduktion oder die verordnete Kulturpolitik an.

Das Leben sowie Wirken des Künstlers begann im sächsisch-böhmischen Raum. Am 31. Juli 1931 kam er als Sohn eines Lithographen in Teplitz-Schönau (heute Teplice) zur Welt. Die Familie siedelte zwischen 1936 und 1945 mehrfach zwischen Aussig (Ústi nad Labem) und Dresden um. Nach Kriegsende begann eine Odyssee durch mehrere Internierungslager bis nach Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg. Erst im Sommer 1947 erfolgte eine Zuzugsgenehmigung wieder nach Dresden. Ein Jahr später nahm Peter Dittrich sein Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden auf. Der Weggang vieler fähiger Lehrkräfte führte zum Wechsel an die Hochschule für Angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Nach Beendigung der Ausbildung war er freiberuflich als Buchillustrator, Pressezeichner, Karikaturist und Trickfilmgestalter tätig. 1993 erschienen seine letzten Arbeiten im „Eulenspiegel“ zum Thema Wiedervereinigung Deutschlands. Bis zu seinem Tod 2009 lebte er zurückgezogen in der Nähe von Strausberg bei Berlin.

Das StadtMuseum Pirna zeigt in der Kabinettsausstellung auf der Galerie bis zum 3. Oktober 2021 eine Auswahl seiner Werke.

Aktuell gelten die regulären Öffnungszeiten Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 11 bis 17 Uhr. Informationen zu dieser und anderen Ausstellungen des Hauses sind online zu finden unter: www.pirna.de/stadtmuseum

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